Bayern-Bake: Nutzen ist da, es scheitert aber an der Anwendung

Der Freistaat Bayern hat eine zweijährige Testphase mit intelligenten Baken beendet. Die Ergebnisse sind durchwachsen.

Die Idee ist gut, die Umsetzung mangelhaft: So liest sich die Auswertung der Ergebnisse der Testphase mit intelligenten Baken, den sogenannten Bayern-Baken.

Die Idee dahinter: Frisch aufgestellte Warnbaken am Anfang und Ende einer Baustelle senden in Echtzeit Informationen an die Navigationsgeräte der Autofahrer. Diese sind rechtzeitig über die Baustelle informiert und passen ihre Reise entsprechend an. Der technische Aspekt funktioniert gut. 

Störfaktor Mensch
Diese Idee hat sich in der Praxis aber leider nicht als effektiv erwiesen, da der Faktor Mensch hinzugekommen ist. Oftmals waren die Arbeiter vor Ort nicht mit den sensiblen Geräten vertraut und stellten sie in die Mitte der Baustelle. Die Leiter der Baustellen hätten wiederum nicht genügend Zeit gehabt, alle Baustellen zu kontrollieren. Auch standen die intelligenten Baken oftmals zu nah an Ausfahrten, weshalb diese als gesperrt angezeigt wurden, obwohl eine Nutzung problemlos möglich war.

Weitere Anwendungen geplant
Doch die gemischten Ergebnisse bedeuten nicht das Aus für die smarten Verkehrseinrichtungen. Straßenmeistereien haben die Baken für sich entdeckt und nutzen sie derzeit mit Erfolg. Auch deshalb soll das Konzept auf weitere Verkehrseinrichtungen übertragen werden.