Bundeskartellamt bestraft Asphaltkartell
Verbotene Absprachen sorgen für ein millionenschweres Bußgeld für sechs führende Unternehmen aus dem Bereich Straßensanierungen. Das Bundeskartellamt sieht es als bewiesen an, dass sich die Beteiligten öffentliche Aufträge zugeschanzt haben sollen.
Konkret ging es um ein Fachverfahren, der sog. dünnen Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise (DSK), welches für die Reparatur von Straßen eingesetzt wird. Instandsetzungsarbeiten mit diesem Verfahren müssen meist öffentlich ausgeschrieben werden. An genau diesem Punkt begannen die Absprachen.
Regelmäßige Treffen
So verständigten sich die Firmen, wer in welcher Stadt, welchem Landkreis oder Bundesland die öffentlichen Aufträge erhalten sollte. Die anderen Firmen gaben daraufhin nur noch Scheinangebote ab. Um sich zu koordinieren, trafen sich Asphalthersteller regelmäßig in Kassel. Dabei wurden auch Codes für Rechnungen, etwa als Wurst- oder Bierpreis, entwickelt.
Betrug lief bis 2019 – 60 Millionen Euro Strafe
Der Betrug begann im Jahr 2010 und endete wohl schon 2019. Die Ermittlungen und das Verfahren dauerten aber bis heute. Schlussendlich müssen alle Unternehmen eine Gesamtstrafe von 60 Millionen Euro zahlen.